Fachlexikon für Putze & Beschichtungen

Beton

wird definiert als „künstlicher Stein, der aus einem Gemisch von Zement, Zuschlagstoffen (Sand, Kies, Splitt), Betonzusatzmitteln (z. B. Abbindebeschleuniger, -verzögerer) und Wasser durch Erhärten des Zementleims entsteht“.
Die Normen DIN EN 206 und DIN 1045-2 unterteilen Beton in verschiedene Klassen nach:

• Exposition und Feuchtigkeit
• Konsistenz
• Druckfestigkeit
• Rohdichte bei Leichtbeton
• Größtkorn der Gesteinskörnung

Weiterhin existieren Begriffe wie:
Leicht-, Normal- und Schwerbeton, Baustellen- und Transportbeton, Stampf-, Schütt-, Rüttel-, Gieß-, Schleuder-, Spritz-, Press- und Vakuumbeton, Stahl- und Spannbeton, Porenbeton.
Beton ist der Baustoff des 20. Jahrhunderts. Als Anstrichuntergrund gehört er zu den saugenden mineralischen (anorganischen) und alkalisch reagierenden Untergründen.
Die ursprüngliche Vorstellung, dass Sichtbeton, insbesondere wenn er stahlbewehrt ist, ohne weitere Behandlung und ohne Schutzbeschichtung dauerhaft beständig sein würde, musste aufgrund zahlreicher und zunehmender Schäden korrigiert werden: Da die Atmosphäre durch Kohlendioxid (CO2 ) die Alkalität des saugfähigen Betons abbaut, ist es heute allgemein anerkannte Regel der Technik, dass auch Beton für eine langjährige Haltbarkeit geschützt werden muss. Hierfür haben sich hydrophobierende (= wasserabweisende) und Schutzbeschichtungen mit einem möglichst hohen CO2-Widerstand besonders bewährt. Sie verhindern das Eindringen von Chloriden als mögliche Folge von Streusalzeinsatz und von CO2, sodass bei Stahlbeton die für die Eisenbewehrung besonders wichtige Schutzfunktion einer relativ hohen Alkalität (pH 12 bis 13) möglichst lange erhalten bleibt („Karbonatisierungs-Bremse“). Derartige Beschichtungsstoffe können unpigmentiert, lasierend oder deckend pigmentiert eingesetzt werden (siehe auch DIN EN 206).

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